FÜHRUNGEN

MUSEUM BRANDHORST MÜNCHEN
FUTURE BODIES FROM A RECENT PAST
Dienstag, 28.06.2022
16.15 UHR

„Future Bodies from a Recent Past“ macht ein bisher wenig beachtetes Phänomen in der Kunst und insbesondere der Skulptur erlebbar: die wechselseitige Durchdringung von Körper und Technologie. Mit fast 120 Werken von rund 60 Künstler:innen – vornehmlich aus Europa, den USA und Japan – widmet sich die Ausstellung den großen technologischen Veränderungen seit der Nachkriegszeit und nimmt deren Einfluss auf unsere Vorstellungen von Körpern in den Blick. Die Ausstellung ist eine Reise durch Materialien, Formen und Ausdrucksweisen in der Skulptur, die sich in den letzten 70 Jahren so stark verändert hat wie wohl nie zuvor in ihrer langen Geschichte. Dabei geht sie folgenden Fragen nach: Wie hat sich das Verhältnis zwischen Mensch und Technologie seit den 1950er-Jahren verändert? Sind die Grenzen noch klar zu ziehen oder sind wir schon eins geworden mit unseren technologischen Umwelten? Und wie reflektieren Künstler:innen in ihren Werken technologische Umbrüche und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen?


Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.


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PINAKOTHEK DER MODERNE MÜNCHEN
ALBERT RENGER-PATZSCH
FRÜHE BÜCHER
Dienstag, 12.07.2022
16.15 UHR

Albert Renger-Patzsch (1897–1966) gilt als einer der bedeutendsten Protagonisten der Fotografie der 1920er- und 1930er-Jahre. Er steht mit seinen Werken für ein bildnerisches Konzept, das mit der Konzentration auf die technisch-optischen Möglichkeiten des Mediums die objektive Wiedergabe „des Wesens der Dinge“ als leitende Idee der fotografischen Darstellung anwendet. Durch seinen 1928 veröffentlichten Bildband „Die Welt ist schön“ – der als visuelles Manifest der Fotografie der Neuen Sachlichkeit betrachtet werden kann – wurde seine Bildsprache zum richtungsweisenden Stil in der Fotografie.


Aus Anlass des 125. Geburtstages des Fotografen wird eine Werkauswahl aus der Schaffenszeit vor 1928 aus den Beständen des Albert Renger-Patzsch Archivs der Stiftung Ann und Jürgen Wilde präsentiert. Anhand von über 50 Fotografien und zahlreichen Dokumenten wird die Entstehung einer stilprägenden Bildsprache und sein bedeutender Beitrag zur Entwicklung des Fotobuchs sichtbar.


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PINAKOTHEK DER MODERNE, ARCHITEKTURMUSEUM TU MÜNCHEN
Die Olympiastadt München
RÜCKBLICK UND AUSBLICK
Donnerstag, 11.08.2022
10.30 UHR

Am 26. April 1966 wählte das Internationale Olympische Komitee die bayerische Landeshauptstadt München zum Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1972. Auf dem 280 Hektar großen, vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Oberwiesenfeld entstanden in Harmonie zwischen Natur und Architektur die olympischen Sportstätten mit einer beschwingten, kühnen Zeltdachkonstruktion und dem benachbarten olympischen Dorf.

Seit Anfang der 1960er-Jahre befand sich München in einem rapiden Stadtumbau. Mit Mittlerem Ring sowie U- und S-Bahn wurden die Verkehrswege ausgebaut. Die Vergabe des sportlichen Großereignisses an München löste einen weiteren Schub aus. In Abgrenzung zur Olympiade in Berlin 1936 und dem Missbrauch der Spiele für propagandistische Zwecke des NS-Regimes sollte München ’72 als die „heiteren Spiele“ in die Geschichte eingehen. Das Attentat vom 5. September, das mit dem Tod aller israelischen Geiseln endete, verschattete allerdings die Spiele. Als herausragende Architekturleistung der deutschen Nachkriegszeit fanden die olympischen Anlagen von Behnisch & Partner, Frei Otto, Günther Grzimek und Heinle, Wischer und Partner jedoch internationale Anerkennung und das visuelle Erscheinungsbild von Otl Aicher setzte neue Maßstäbe.

Die Planung der Anlagen erfolgte bereits im Hinblick auf ihre Nutzung nach den Spielen. Aus dem olympischen Dorf der Männer wurde eine moderne Wohnanlage und aus dem olympischen Dorf der Frauen eine Studentensiedlung. Das Rundfunk- und Fernsehzentrum verwandelte sich in die Hochschulsportanlage der TUM, die Pressestadt zu einer Wohnanlage mit Einkaufszentrum und die olympische Landschaft wurde zum Sport- und Erholungsparadies für die Münchnerinnen und Münchner.

Die groß angelegte Ausstellung des Architekturmuseums der TUM spannt mit zahlreichen unbekannten Dokumenten und Modellen einen thematischen Bogen vom Umbau der Stadt über die „Olympiade im Grünen“ mit dem weltberühmten Zeltdach, den Sportstätten und dem olympischen Dorf sowie dem visuellen Erscheinungsbild bis zum olympischen Erbe. Fragen nach Selbstdarstellung, Nachhaltigkeit und Demokratieverständnis stehen im Fokus der Präsentation.


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