FÜHRUNGEN

KUNSTHALLE DER HYPO-KULTURSTIFTUNG MÜNCHEN
Erwin Olaf. Unheimlich schön
14. MAI BIS 26. SEPTEMBER 2021
Montag, 23.08.2021
10.30 UHR

Für seine Werke entwirft Erwin Olaf bis ins kleinste Detail durchdachte Welten, die der unseren zwar zum Verwechseln ähnlichsehen, jedoch oftmals Rätsel aufgeben: Hinter der makellosen Ästhetik scheint Verdrängtes zu lauern, die Kulissenhaftigkeit weist auf Abgründiges hin. Das Ausloten des Verhältnisses zwischen Fakten und Fiktionen ist bis heute ein wesentliches Merkmal von Olafs künstlerischem Schaffen.

 

Seit seinen künstlerischen Anfängen hat Olaf sich nicht nur von Werken anderer Fotograf*innen, sondern auch von Gemälden inspirieren lassen. So auch bei seiner neuesten Serie „Im Wald“ (2020), die an Gemälde des Romantikers Caspar David Friedrich oder des Symbolisten Arnold Böcklin erinnern. Anders als in deren Werken scheint der Mensch in Olafs großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien jedoch die Verbindung zur Natur verloren zu haben. Für Olaf war dieses Shooting in der bayerischen und österreichischen Bergwelt ein Novum: Erstmals arbeitete der Künstler in der freien Natur.


In den Niederlanden gehört Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste umfangreiche Einzelausstellung in Deutschland, die in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre aufzeigt.