FÜHRUNGEN

ATELIER MUSEUM MAGDA-BITTNER-SIMMET STIFTUNG
Aufblühen oder die Sprache der Blumen - MUSS LEIDER AUSFALLEN WEGEN CORONA
ATELIERMUSEUM DER MAGDA BITTNER-SIMMET STIFTUNG
Samstag, 06.02.2021
11.00 UHR

Das „Who is who“ der Münchner Nachkriegsgesellschaft und der Wirtschaftswunderjahre saß ihr Modell. Sie verkehrte mit vielen bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kirche. Mit ihrem kraftvollem Pinselstrich brachte Magda Bittner-Simmet (1916 bis 2008) die Charakteristika ihres Gegenübers auf die Leinwand. Sie selbst bezeichnete sich als „akademische Kunstmalerin“, für die ihr künstlerisches Schaffen ein „Singen und Komponieren mit Farben“ bedeutete. Der Malstil ihrer Porträts, Garten-, Blumen- und Reisebilder verweist auf den Expressiven Realismus. Das Dachgeschoss ihres Hauses am Schwabinger Bach, das sie Anfang der 1970er Jahre bezog, baute sie zu einer großzügigen Atelierwohnung aus. Die Ausstellung mit Werken zu Wachsen, Blühen und Vergehen ist ein stummer, jedoch umso farbenprächtiger, sehr individueller Trialog von Magda Bittner-Simmet mit den zeitgenössischen Künstlerinnen Sabine Jörg (geb.1948) und Anette Koch (geb.1965). Nach dem Ausstellungsrundgang laden wir Sie zu einer Tasse Tee und regem Gedankenaustausch ein.

BAYERISCHE STAATSOPER MÜNCHEN
Vivre L’ Empereur
NAPOLEON IN MÜNCHEN
Dienstag, 09.03.2021
15.30 UHR

Großer Empfang für einen kleinen Korsen - mit viel Pomp wurde Napoleon am Neujahrstag des Jahres 1806 in der Münchner Residenz empfangen. Man kann davon ausgehen, dass Max I. Joseph fließend französisch mit seinem hochrangigen Gast und Schwiegervater seiner ältesten Tochter Auguste Amalie parlierte. Seine Jugend hatte er vorwiegend in Straßburg verbracht, war dort auch Oberst des Corps d'Alsace der französischen Armee. Durch das Bündnisversprechen an der Seite des „Kaisers der Franzosen“ war der beim Volk beliebte Monarch vom Kurfürsten zum ersten bayerischen König aufgestiegen. Im Oktober 1805 war Napoleon das erste Mal in München, von der Bevölkerung am Karlstor triumphal empfangen. München ist viel französischer als mancher vermutet, der die großen, italienisch und griechisch inspirierten Bauwerke vor Augen hat. Der Spaziergang geht den Spuren Napoleons in München nach und macht Sie mit der bayerischen Geschichte an der Seite Frankreichs vertraut.

B’NK’R HOCHBUNKER
The Architecture of Confinement
FÜHRUNG IM KUNSTBUNKER
Samstag, 24.04.2021
11.00 UHR

B`NK`R - die Schreibweise mutet seltsam an. In der hebräischen oder arabischen Sprache lässt die Schriftform Vokale aus und markiert sie durch Zeichen. Die Auslassungszeichen stehen hier für „U“ und „E“, dann entsteht aus der Konsonantenfolge das Wort „Bunker“. Gemeint ist der Hochbunker im Norden Schwabings. In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft 1943 errichtet, eröffnete er 2014 als Ort für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellungsräume befinden sich im Erdgeschoss und im Keller. Die darüberliegenden Etagen sind privat vermietet. B'NK'R versteht sich als interdisziplinäre Plattform für die Kunst unserer Zeit, will Denk- und Erlebnisraum sein. Die aktuelle Ausstellung ist Teil 2 einer dreiteiligen Architektur-Werkschau, die sich den Themen Schutz und Sicherheit, Gefangenschaft und Freiheit sowie der Beziehung von Außen und Innen widmet. Kunstwerke aus den Bereichen Fotografie, Film und Video, ergänzt durch Archivmaterial, beschäftigen sich mit der Komplexität unserer Wahrnehmung und deren physischen und psychologischen Effekten auf den Betrachter.