FÜHRUNGEN

LENBACHHAUS MÜNCHEN
EIN FERNGESPRÄCH. SZENEN AUS DER WEIMARER REPUBLIK
Donnerstag, 24.09.2026
16.15 UHR

Ein Ferngespräch, so rät Kurt Tucholsky, soll möglichst deutlich und dialektfrei geführt werden, sonst können die Überwachungsbeamten dem Dialog nicht folgen. Junge Angestellte schneiden sich die Haare kurz. Sie tippen schnell, rauchen Kette und gehen abends ins Kino oder Tanzlokal. Sie lieben Charleston und Shimmy, hören Schmachtfetzen, Swing und Jazz. Im Variété werden Geschlechterrollen durchlässig, Bordelle bilden einen etablierten Rahmen für Sexarbeit. Die Ausstellung konzentriert sich auf konkrete Geschichten und greifbare Details, statt große Thesen zur Weimarer Zeit zu formulieren. Zu den verschütteten Möglichkeiten der Weimarer Republik soll so ein Kontakt hergestellt werden – ein Ferngespräch.


ANMELDEBEGINN: 03.09.2026